Wildgänse 

Verbreitung

Populationsdichte der Graugans (Brutpaare/ km² Jagdbezirksfläche) in den niedersächsischen Gemeinden

Quelle: Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE)

Vorkommen in Niedersachsen

Die nordeuropäische Graugans brütet in Dänemark, Norwegen, Schweden und überwintert als Zugvogel in den Küstengebieten von Holland bis nach Spanien. Zunehmend verkürzen sich die Zugwege, denn durch mildere Winter und ausreichend Nahrung haben die Gänse wenig Grund weiter in den Süden zu fliegen. Die Wanderungsrouten sind nicht genetisch fixiert, sondern werden in den Populationen an die Nachkommen überliefert. 

Die mitteleuropäische Graugans-Population allerdings galt lange Zeit als gefährdet. Die Wiederansiedlung hat inzwischen, ausgehend vom Dümmer und Riddagshausen (Braunschweig), zu stabilen Brutbeständen geführt.  

Heute sind Graugänse in Niedersachsen, mit Ausnahme der waldreichen Regionen, an den Fließ- und Stehgewässern wieder zahlreich anzutreffen.

In Niedersachsen haben sich die Brutpaarbestände in den letzten 10 Jahren verdreifacht und scheinen sich in den letzten Jahren auf einem Niveau von 22000 Brutpaaren eingependelt zu haben. Im Frühjahr 2019 wurden aus 35% der Jagdbezirke ein Brutvorkommen von rund 23000 Paaren gemeldet. Die Landkreise mit den höchsten Vorkommen im Winter sowie zur Brutzeit liegen in Ostfriesland, an den Flussniederungen von Ems, Weser und Elbe sowie in Ostniedersachsen im Braunschweiger- und Wolfsburger Raum.

Neben dem Zug ins Überwinterungsquartier gibt es einen Mauserzug. Nicht brütende Tiere treffen sich hier auf gemeinsamen Mauserplätzen. Seit den 60er Jahren hat sich Ostvarderplassen (Nähe Amsterdam, Holland) zum wichtigsten Mauserplatz in Europa entwickelt.

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