Wildkaninchen  (Oryctolagus cuniculus)

Verbreitung

Anteil der Reviere mit Vorkommen in Prozent (%) in den Gemeinden in Niedersachsen

Quelle: Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE)

In Niedersachsen meldeten 2019 im Rahmen der WTE fast die Hälfte aller Reviere (48 % ) ein Kaninchenvorkommen, wobei großflächig die Hauptvorkommen westlich der Weser liegen. In der Naturregion der Ems-Hunte-Geest und der Dümmer-Geestniederung im westlichen Niedersachsen sind noch 84 % der Reviere mit Kaninchen besetzt, in Ostfriesland und dem Oldenburger Raum noch 69 %. Von der Stader Geest über die Lüneburger Heide bis zur Hildesheimer Börde liegen die Anteile der Reviere mit einem Kaninchenvorkommen bei 35 – 38 %. Die waldreichen Mittelgebirgsregionen im südlichen Niedersachsen waren auch in der Vergangenheit nie der bevorzugte Lebensraum des Kaninchens. Mit Ausnahme dieser Regionen existieren bislang keine größeren Verbreitungslücken.

Ursprünglich war das Kaninchen ausschließlich auf der Iberischen Halbinsel, den Balearen und Nordafrika beheimatet. Bereits in der Antike wurde es von den Römern im mediterranen Raum weiter verbreitet. Nach Mitteleuropa kam diese Tierart erst im Mittelalter, wo sie anfangs in Gehegen gehalten wurde und die Speisekarte an religiösen Festtagen bereicherte. Urkundlich erwähnt kamen im Jahr 1149 die ersten Kaninchen aus Frankreich in das Benediktiner Kloster Corvey bei Höxter nach Deutschland. Aussetzungen und das Entweichen von Kaninchen aus Gehegen führte zur Etablierung von lokal freilebenden Populationen, die mehr und mehr jagdlich genutzt wurden.

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