Schwarzwild  (Sus scrofa)

Verbreitung

Anteil der Reviere mit Vorkommen (als Stand- bzw. Wechselwild) in Prozent (%) in den Gemeinden in Niedersachsen

Quelle: Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE)

Die Wildschweine sind eindeutige Gewinner in unserer Kulturlandschaft. Das Schwarzwild kommt inzwischen in 92 % der Jagdreviere Niedersachsens als Standwild oder Wechselwild vor. Sowohl die Agrarlandschaften wie auch urbane Räume werden immer mehr besiedelt.

Die frühe Geschlechtsreife und die hohe Vermehrungsrate sprechen dafür, dass diese Wildart unter natürlichen Bedingungen vielen Gefahren ausgesetzt ist. In unserer Kulturlandschaft ist dies heutzutage nicht mehr der Fall. Extreme Witterungseinflüsse wie lang anhaltende, hohe Schneelagen mit starkem Frost, zum Beispiel, werden immer seltener. Jahre mit Voll- oder Halbmasten nehmen hingegen immer mehr zu und bieten dem Schwarzwild einen ständig reich gedeckten Tisch. Die veränderte landwirtschaftliche Bewirtschaftungsform mit einer enormen Expansion im Energiepflanzenanbau trägt ihr Übriges zur Ausbreitung der Bestände bei. Das Schwarzwild ist sehr standorttreu und bewegt sich kleinräumig, die Streifgebietsgrößen liegen im Durchschnitt bei etwa 800 ha, variieren dabei aber je nach Rotte sehr stark zwischen 150 ha und 3000 ha. Aufgrund seiner hohen Vermehrungsrate und der enormen Anpassungsfähigkeit breitet sich das Schwarzwild schnell aus. Da Überläufer beiderlei Geschlechts gerne ihre Umgebung erkunden dringen diese in bisher schwarzwildfreie Gebiete vor.

 

 

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