Zweispaltig

Der Schupp

Der mittlerweile heimische Vertreter in den Wäldern und Städten Niedersachsens kommt ursprünglich aus Amerika. Natürlicherweise erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Waschbären vom südlichen Kanada über die USA bis nach Panama. Diese kommen hier bis auf einige Ausnahmen flächendeckend vor. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist der Allesfresser auch in Europa vertreten.

Sein Aussehen ist unverkennbar. Die gedrungene Gestalt mit dem weiß geringelten Schwanz und das schwarz-maskierte Gesicht kennzeichnen ihn eindeutig. 

Die Namensgebung beruft sich auf eine einprägsame Verhaltensart des Waschbären. Der Waschbär sucht gerne auf dem Grund von Kleingewässern mit den Vorderpfoten nach Nahrung und dieses erscheint dem Betrachter, als würde er sich dort waschen. 

Waschbären scheinen ein ausgeprägtes Erinnerungsvermögen zu haben. Noch dazu erlebt man sie insbesondere in Siedlungsgebieten als schlaue Nachbarn mit hervorragenden Kletterfähigkeiten.

Waschbären sind in der Regel nachtaktiv und halten sich tagsüber in geeigneten Verstecken auf. Untersuchungen haben ergeben, dass sie ihre Schlafplätze (meist in alten Baumhöhlen) regelmäßig wechseln.

 

 

Gründe hierfür erscheinen vielfältig: die Anpassung an die saisonale Verfügbarkeit von Nahrungsquellen, der Schutz vor Räubern (Prädatoren), aber auch der Schutz vor Ektoparasiten (Mücken, Zecken, Läuse) und soziale Gesichtspunkte, wie der Reviermarkierung, zählen dazu.

Waschbären sind Allesfresser. Ungefähr 40 % der Nahrung ist pflanzlich, circa 30 % besteht aus Weich- und Wirbeltieren.  

Die Hauptranzzeit der Waschbären fällt in den Monat Februar. Die drei bis fünf, in Ausnahmefällen bis zu zehn Jungen, werden nach ca. 63 Tagen Tragzeit geboren und bleiben bis zur folgenden Ranz bei der Mutter.