Steinmarder  (Martes foina)

Biologie

Der Steinmarder ist ein mittelgroßer Vertreter der Marderfamilie. Als Raubsäuger (Carnivora) gehört er zur  Familie der Marderartige (Mustelidae) zur Gattung: Martes und zur Art: foina

Lebensweise

Der Steinmarder ist ein Einzelgänger, außer in der Paarungszeit, die ebenso wie beim Baummarder verläuft. Sein Revier verteidigt er gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Er nutzt das Sekret aus Duftdrüsen an den Pfoten, im Urin und im Kot zur Reviermarkierung. Die Reviergröße ist kleiner als beim Baummarder (12-210 Hektar) und beträgt meist 50 Hektar. In einem Revier finden sich meistens ein Männchen und ein bis zwei Weibchen. Die nächtlichen Streifzüge des Steinmarders können bis zu 28 Kilometer erstrecken. Meist ist er jedoch in der Nacht rund 5-7 Kilometer unterwegs und hält dabei immer denselben Pass ein. Der Steinmarder zeichnet sich durch ein graubraunes, raues Fell mit grauer Unterwolle aus. Die helle Nase und die im Gegensatz zum Baummarder unbehaarten Fußsohlen sind ebenfalls eindeutige Charakteristika. So lassen sich Baum- und Steinmarder am Fährtenabdruck gut unterscheiden.

Fortpflanzung

Die Ranzzeit des Steinmarders liegt zwischen Mitte Juni und Ende Juli, bei der es zu mehrmaligen Deckakten innerhalb 30-50 Minuten mit keckernden Lauten kommt.Die Tragzeit ist durch die Keimruhe der befruchteten Eizellen relativ lang und beträgt 258-290 Tage. Im März bzw. April werden zwischen 2 und 5 Jungtiere geboren.

Nahrung

Das Nahrungsspektrum des Steinmarders ist sehr vielseitig. Ein Großteil seiner Beute besteht aus Mäusen und Ratten, Kaninchen, Bodenbrüter, Singvögel und deren Gelege. Seltener erbeutet er auch Hasen. Im menschlichen Siedlungsbereich bedient er sich beim Hausgeflügel (Hühner, Tauben, junge Enten) und verschmäht auch Aas und Abfälle nicht. Die Beute verzehrt der Steinmarder nicht direkt vor Ort, sondern bringt sie zuerst an einen sicheren Platz. Dabei trägt er mehrere kleinere Beutetiere auf einmal fort. Größere Beute teilt er in entsprechend kleine Teile.

Besonderheiten

Der „Automarder“: Während der Paarungszeit im Sommer verteidigen Steinmarder ihr Revier besonders gegen Rivalen. Da auch Pkws von ihnen als Speisekammer, Schlafplatz oder Aussichtsplattform aktiv in das eigene Revier integriert werden, greift der Marder alle Autoteile an, die nach Konkurrenten riechen. Weibliche Marder, auch Fähen genannt, zeigen ebenfalls solch ein aggressives Verhalten gegenüber Konkurrenten. Besonders betroffen sind deshalb Berufspendler, die - ohne es zu wissen - ihr Auto in verschiedenen Marderrevieren parken.
•     Achten Sie auf Warnsignale wie herumliegende Gummi- und Kabelteile oder ausgelaufene Flüssigkeiten.
•     Bei Fragen oder Problemen den Jäger vor Ort fragen.

 

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