Pelzlieferant aus Nordamerika

Der Mink, oder auch amerikanischer Nerz, gehört zur Familie der Marder. Im heimischen Nordamerika ist er fast ausgestorben. Kreuzungen zwischen Mink und europäischem Nerz sind nicht möglich. Der Mink beansprucht aber dessen Lebensraum. Die Ansprüche an den Lebensraum überschneiden sich außerdem mit denen des Fischotters und des Iltisses.

Eine etwas wage Charakterisierung des europäischen Nerzes ist die weiße Schnauz- und Kinnregion, die aber auch gelegentlich beim Mink auftreten kann. Durch die Pelztierzucht wurde dieser Vertreter der Marderartigen um 1926 nach Deutschland eingeführt. Etliche Exemplare sind durch Tierbefreiungsaktionen und gezielte Auswilderung in die freie Wildbahn gelangt. Aus der Zucht hervorgehend gibt es den Mink mit seinem sehr dichten und einheitlichen, langen Fell in vielen Farbvariationen. 

Der Mink lebt als Einzelgänger an Seen, Flüssen und Sümpfen. Wasser mit dichter Ufervegetation sind Grundlage seines Lebensraumes. Durch die angedeuteten Schwimmhäute zwischen den Zehen ist er ein sehr guter Schwimmer. Im Winter hält er sich Gewässer in seinem Revier eisfrei. So kann er ungestört auf Nahrungssuche gehen. Als reiner Fleischfresser ernährt er sich von Kleinsäugern wie Bisamratten oder Mäusen, aber auch Wiesel, Iltisse und Feldhasen gehören auf seinen Speiseplan. Gerne nimmt er auch Krebse, Frösche, Fische und Wasservögel zu sich. So ist er auch eine Gefahr für Eier und Nestlinge von Bodenbrütern.

Diese Land- und Wasserspezialisten graben sich selber Baue oder benutzen die von anderen, wie beispielsweise der Bisamratte - man sagt, dort wo diese vorkommt ist der Mink nicht weit. Das kann man dann auch sehr gut riechen, denn über seine Analdrüse stinkt der Mink heftiger als jedes Stinktier.  

Die Paarung findet von Februar bis Anfang April statt. Nach 40-80 Tagen (bedingt durch die verzögerte Einnistung der befruchteten Eier) bringt das Weibchen 2-10 Jungtiere zur Welt, die etwas über zwei Monate gesäugt werden. Mit sechs Monaten sind diese ausgewachsen und mit 10 Monaten geschlechtsreif.