Rebhuhn (Perdix perdix)
Verbreitung
Populationsdichte des Rebhuhns (Brutpaare/ km² Offenlandfläche) in den niedersächsischen Gemeinden
Quelle: Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE)
Die Rebhuhnbesätze stabilisierten sich nach den starken Rückgängen seit den 1970er Jahren in den Frühjahren von 1998 bis 2005 in Niedersachsen bei leichten Schwankungen auf niedrigem Niveau von rund 1 Paar/100 ha Offenlandfläche. Von 2005 bis 2018 ging der Besatz in Niedersachsen auf 0,29 Paare/100 ha Offenlandfläche zurück, ein Rückgang um fast 70 % in 13 Jahren. Die Rückgänge waren besonders ausgeprägt in den Hauptvorkommensgebieten im westlichen Niedersachsen. Im südwestlichen Niedersachsen mit den Regionen der Ems-Hunte Geest, der Dümmer-Geest-Niederung und im Nordosten der Stader Geest sowie dem mittleren Niedersachsen zwischen Hannover und Braunschweig, nahm die Populationsdichte in den letzten Jahren ab. Nur wenige Reviere haben noch mittlere Besatzdichten von 2 - 3 Paaren/km² Feldfläche zu verzeichnen.
Aktuell: Erfreulich ist, dass die Rebhuhnbesätze in Niedersachsen nach den Jahren negativer Besatzentwicklungen erstmals wieder angestiegen sind. Die Frühjahrsbesätze nahmen gegenüber 2019 mit Ausnahme des nordwestlichen Niedersachsen zwischen 4 und 17 % zu Ein Rebhuhnvorkommen meldeten 3448 Reviere, in 3023 Revieren kam das Rebhuhn nicht vor und 1220 machten zum Rebhuhn keine Angaben.
Diese Besatzzunahme zeichnete sich schon im Herbst 2019 mit dem Anstieg der beobachteten Rebhuhnketten ab. Mit einem Jahr Verzögerung folgten die Rebhuhnbesätze den positiven Entwicklungen der Hasen- und Fasanenbesätze.