Zweispaltig

Populationsdichte des Rebhuhns im Frühjahr in den niedersächsischen Gemeinden

(Paare/km² Feld- und Oedland)

Quelle: Wildtiererfassung Niedersachsen

Quelle der kartografischen Grundlage: Nds. Landesamt für Ökologie Geosum (Geosumserver Nds. Umweltministerium, Stand 2002)

Im letzten Jahrhundert war das Rebhuhn aufgrund der hohen Besätze und der daraus resultierenden hohen Jagdstrecken von großem jagdlichen Interesse. Jagdstrecken von über 150 000 Feldhühnern in Niedersachsen waren keine Seltenheit. Heutzutage benötigt die einstige Charakterart der Agrarlandschaft aufgrund der stark zurückgegangenen Besätze in Folge von Lebensraumveränderungen und -verlusten von den Jägern intensiven Schutz und Hege. Der Jäger hat heute eine herausragende Verantwortung für die Erhaltung dieser in seiner Obhut stehenden Wildart

In den waldreichen Regionen des Weser-Leineberglandes und der Lüneburger Heide sowie im nordwestlichen Niedersachsen ist das Rebhuhn existenziell gefährdet. 

Auch in den einst besonderen Vorkommensschwerpunkten wie dem südwestlichen Niedersachsen mit den Regionen der Ems-Hunte Geest, der Dümmer-Geest-Niederung und im Nordosten der Stader Geest sowie dem mittleren Niedersachsen zwischen Hannover und Braunschweig, nahm die Populationsdichte in den letzten Jahren ab. Nur wenige Reviere haben noch mittlere Besatzdichten von 2 - 3 Paaren/km² Feldfläche zu verzeichnen.  

Der Rebhuhnbesatz hatte sich nach den starken Rückgängen in den 1980er bis Mitte der 1990er Jahre auf niedrigem Niveau scheinbar stabilisiert. Im Frühjahr 2005 lag der Besatz im Mittel bei 1,1 Brutpaaren/km² Feldfläche. Allerdings ging der Besatz bis 2013 auf 0,49 Paare/km² zurück. Dies entspricht einem Rückgang von 50%. In etwa der Hälfte der niedersächsischen Reviere kommt das Rebhuhn noch vor, in rund 550 Revieren sind noch Brutpaardichten von mehr als 3 Paaren/km² anzutreffen, was einem Anteil von circa 13 % der Reviere mit Rebhuhnvorkommen entspricht.  

Die Rückgänge sind in allen Landesteilen zu verzeichnen, wobei in den Regionen im westlichen Niedersachsen mit relativ hohen Besätzen die größten prozentualen Verluste festzustellen sind. Gegen diesen Trend sind die Besatzentwicklungen in den Landkreisen Northeim, Hildesheim, Wolfenbüttel und Salzgitter über diesen Zeitraum positiv.  

Die langfristigen Besatzentwicklungen der Niederwildarten Rebhuhn, Fasan und Hase zeigen einen auffallend ähnlichen Trend. Nach stabilen bis positiven Entwicklungen von Mitte der 1990er Jahre bis 2005 schließt sich daran ein negativer Trend an.