Rebhuhn  (Perdix perdix)

Jagdliches

Die Sicherung der Rebhuhnbesätze wird im Wesentlichen davon abhängen, inwieweit es gelingt, geeignete strukturreiche Habitate zu erhalten oder neu anzulegen. In erster Linie sind hier lebensraumverbessernde Maßnahmen wie beispielsweise die Anlage von wildtierfreundlich begrünten Brachen und Brachestreifen, doppelte Reihenabstände beim Getreide im Randbereich der Schläge oder die Überwinterung von Stoppelbrachen zu empfehlen. Lesen Sie dazu auch die Empfehlungen zum Schutz und zur Bejagung des Rebhuhns in Niedersachsen  (TILLMANN et al. 2006).

Ähnlich wie beim Feldhasen sind auch beim Rebhuhn verschiedene Faktoren für den Bestandsrückgang verantwortlich. Um einen weiteren Rückgang der Besätze zu verhindern, muss an verschiedenen Stellen angesetzt werden.

 

Bejagung

Entwicklung der Rebhuhnstrecke in Niedersachsen (inkl. Fallwild) seit 1958 (Anzahl Individuen)

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Die massiven Einbrüche der Jagdstrecke 1962/63 und Ende der 1970er Jahre sind ungünstigen Witterungsverhältnisse geschuldet: Damals verursachten in Norddeutschland die extremen Winter  mit sehr hohen Schneelagen bis in den Februar hinein, hohe Einbrüche bei den Rebhuhnbesätzen.

Die Jagdzeit für das Rebhuhn ist in Niedersachsen vom 16. September - 30. November, in einem Jagdbezirk, in dem mindestens 3 erfolgreich reproduzierende Brutpaare je volle 100 ha landwirtschaftlicher Fläche des Jagdbezirkes vorhanden sind, in einem anderen Jagdbezirk keine Jagdzeit.

Die überwiegende Mehrzahl der Revierinhaber hatte ohnehin seit Jahren die Bejagung des Rebhuhns ausgesetzt. Auf der Mitgliederversammlung der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. im Jahr 2012 wurde eine Empfehlung beschlossen, zukünftig freiwillig auf die Bejagung des Rebhuhns zu verzichten. Dieser Empfehlung wird fast vollständig nachgeommen - die überwiegende Mehrzahl der Revierinhaber hatte ohnehin seit Jahren die Bejagung des Rebhuhns ausgesetzt.

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