Feldhuhn der Ackerlandschaft

Das Rebhuhn ist ein ausgesprochener Offenlandbewohner und gilt im Allgemeinen als Kulturfolger, so dass seine Verbreitung in starkem Maße von der Ausdehnung des Ackerbaus abhängig ist. Sie ernähren sich überwiegend von Getreidekörnern, Sämereien und Wildkräutern. 

Nur in den ersten Lebenswochen stehen noch viele tierische Leckerbissen wie Spinnen, Insekten oder Larven auf dem Speiseplan, adulte Rebhühner nehmen nur noch bis zu 10 % tierische Nahrung zu sich. Ab und zu werden auch reife Früchte gefressen. Zur besseren Verdauung im Magen nimmt das Rebhuhn kleine Quarzkörner (Magensteine) auf. 

Meist erscheint einem das Rebhuhn schreitend, doch kann es sehr flink rennen, wenn es Gefahr wittert. Dann drückt es sich flach auf den Boden und wird durch seine der Agrarlandschaft angepassten, rotbraun gefleckten Zeichnung nahezu unsichtbar. Fliegt es dann doch auf, hört man die hastigen Flügelschläge, nur unterbrochen durch die gleitenden Zwischenphasen.

Im Sommer trifft man die Rebhühner entweder alleine oder als Paar an. Im Spätsommer schließt sich die Familie zur Kette zusammen.

In der kalten Jahreszeit finden sich dann häufig größere Gruppen aus verschiedenen Familien zusammen, die vom Jäger als Volk bezeichnet werden. Prinzipiell sind die Rebhühner sehr territorial, nur unter dem Druck des Winters sind sie weniger streitlustig und arrangieren sich in der großen Gruppe.

Die Paare finden sich selten zwischen Individuen innerhalb einer Kette, oft gehen auch Paare wieder zusammen, die sich bereits im Vorjahr gefunden hatten. Die Paarungszeit beginnt sobald der Schnee verschwunden ist. Sie kann bis in den Juni andauern.  

Die 10 bis 15 Küken, die im Frühjahr über einem Zeitraum von ein bis zwei Tagen schlüpfen, sind Nestflüchter. Sie können nach dem Trockenwerden sofort den Alten folgen. Allerdings ist im ersten Lebensjahr die natürliche Sterblichkeit besonders hoch. Einjährige Vögel in Freiheit haben eine Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren. Mehr als 60 Prozent sterben vor dem Vollenden des ersten Lebensjahres und nur etwa 30 Prozent der Vögel werden zwei Jahre alt.