Einspaltig plus Randspalte

Achtung Wild!

Achtung Wild! Am kommenden Sonntag (29. März 2020) werden die Uhren eine Stunde vorgestellt. Damit erhöht sich die Gefahr von Wildunfällen: Wildtiere kennen keine Zeitumstellung!

Die Uhr wird vorgestellt und damit verschiebt sich auch die Phase der Dämmerungszeit. Besonders in der Übergangsphase, wenn morgendlicher Berufsverkehr und Morgendämmerung zusammenfallen, steigt die Gefahr von Wildunfällen rapide an - denn: Wildtiere kennen keine Zeitumstellung und keine Verkehrsregeln! Sie orientieren sich nicht an Uhren, sondern an den Lichtverhältnissen. Reh, Hirsch und Wildschwein folgen weiterhin ihrem natürlichen Biorhythmus und sind vor allem in den Morgen- und Abendstunden auf den Läufen.

Nach langer Fastenzeit müssen zudem die Energiereserven wieder aufgefüllt werden: Für den Fellwechsel oder als werdende Muttertiere brauchen Wildtiere im Frühling neue Energie und viele Mineralien. Gerade in den Dämmerungsstunden wird die Suche nach Futter an Grünstreifen in Straßennähe dann gefährlich.

Die Landesjägerschaft rät deshalb, die Fahrbahnränder im Auge zu haben, auf Wildwechselschilder zu achten, den Sicherheitsabstand einzuhalten und beim Anblick einzelner Wildtiere mit weiteren Nachzüglern zu rechnen. Angepasste Geschwindigkeit und eine vorausschauende Fahrweise sind wichtig. Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Zusammenstoß, muss die Polizei benachrichtigt werden. Dies gilt auch dann, wenn das Wild geflüchtet ist. Adrenalin und Schockwirkung können dazu führen, dass Wildtiere, die nach einem Zusammenstoß oft schwere innere Verletzungen erleiden, zunächst noch eine Flucht antreten. Die Polizei informiert den zuständigen Jäger, dieser führt mit seinem ausgebildeten Jagdhund die Nachsuche durch.

Achtung Wildunfallgefahr – Die wichtigsten Verhaltenstipps

  • Wird durch Warnschilder “Wildwechsel” angezeigt, sofort Fuß vom Gas, langsam und konzentriert fahren. Wald- und Straßenränder sorgfältig im Auge behalten und bremsbereit sein. (Besonders gefährlich sind neue Straßen, die durch Waldgebiete führen, weil das Wild gewohnte Wechsel beibehält)
  • Taucht Wild am Straßenrand auf: kontrolliert bremsen, abblenden und hupen. Achtung: Wildtiere wie Rehe, Hirsche und Wildschweine sind meist nicht allein unterwegs – immer mit Nachzüglern rechnen!
  • Angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren reduzieren das Wildunfallrisiko
  • Ist eine Kollision mit einem Wildtier unvermeidbar, keine waghalsigen Ausweichmanöver: Unkontrollierte Fahrmanöver können schlimme Folgen haben - auch für andere Verkehrsteilnehmer.
  • Nach einem Unfall - Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage anschalten, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen. Eigene Sicherheit beachten!
  • Ein verletztes Tier weder berühren noch verfolgen oder gar mitnehmen
  • Unfall unverzüglich der Polizei melden – auch wenn das Tier geflüchtet ist; Bescheinigung über den Wildunfall ausstellen lassen, das ist wichtig für die Versicherung.
  • Die Polizei verständigt den zuständigen Jagdausübungsberechtigten, dieser kümmert sich auch um die Nachsuche, sollte ein verletztes Tier geflüchtet sein.

Landesjagdbericht 2018/19

Zum siebzehnten Mal in Folge veröffentlichen das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Herausgeber) und die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (Redaktion) gemeinsam den „Wild und Jagd Landesjagdbericht“. Längst hat er sich zu einem begehrten Nachschlagewerk nicht nur für Jäger, sondern gleichermaßen für Politik, Medien und interessierte Öffentlichkeit entwickelt. Der jährlich erscheinende Bericht bereitet statistische Daten, wildbiologische Informationen und wissenschaftliche Untersuchungen zu den in Niedersachsen vorkommenden wildlebenden Tierarten übersichtlich auf und bietet umfangreiche Informationen zur Jagd in Niedersachsen.

Download...