Achtung Wild!

 

Achtung Wild! Durch die anstehende Zeitumstellung steigt die Gefahr von Wildunfällen: Wildtiere kennen keine Zeitumstellung!

Am kommenden Sonntag (25. Oktober 2020) werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt, Pendler sind dann wieder verstärkt in der Dämmerung unterwegs. In dieser Zeit sind viele Wildtiere auf Futtersuche. Hinzu kommen rutschiges Laub, Nässe und ggfs.andere widrige Witterungs- oder Verkehrsverhältnisse. Im Herbst ist die Wildunfallgefahr überdurchschnittlich hoch - insbesondere in der Morgendämmerung.

Die Landesjägerschaft rät deshalb, die Fahrbahnränder im Auge zu haben, auf Wildwechselschilder zu achten, den Sicherheitsabstand einzuhalten und beim Anblick einzelner Wildtiere mit weiteren Nachzüglern zu rechnen. Angepasste Geschwindigkeit und eine vorausschauende Fahrweise sind enorm wichtig. Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Zusammenstoß, muss die Polizei benachrichtigt werden. Dies gilt auch dann, wenn das Wild geflüchtet ist. Adrenalin und Schockwirkung können dazu führen, dass Wildtiere, die nach einem Zusammenstoß oft schwere innere Verletzungen erleiden, zunächst noch eine Flucht antreten. Die Polizei informiert den zuständigen Jäger, dieser führt mit seinem ausgebildeten Jagdhund die Nachsuche durch.

Nach einem Zusammenstoß muss zunächst die Unfallstelle abgesichert werden: Warnblinker einschalten, zum eigenen Schutz zuerst Warnweste anziehen und dann Warndreieck aufstellen. Anschließend die Polizei kontaktieren. Tote und verletzte Tiere nicht anfassen, es besteht Verletzungsgefahr. Zudem können Wildkrankheiten übertragen werden.

Deutscher Jagdverband und DJV und ACV Automobil-Club Verkehr informieren mit der Video-Kampagne "Tiere kennen keine Verkehrsregeln" zudem über Wildunfälle: www.wildunfall-vermeiden.de.

Achtung Wildunfallgefahr – Die wichtigsten Verhaltenstipp

▶ Wird durch Warnschilder “Wildwechsel” angezeigt, sofort Fuß vom Gas, langsam und konzentriert fahren. Wald- und Straßenränder sorgfältig im Auge behalten und bremsbereit sein. (Besonders gefährlich sind neue Straßen, die durch Waldgebiete führen, weil das Wild gewohnte Wechsel beibehält)

▶ Taucht Wild am Straßenrand auf: kontrolliert bremsen, abblenden und hupen. Achtung: Wildtiere wie Rehe, Hirsche und Wildschweine sind meist nicht allein unterwegs – immer mit Nachzüglern rechnen!

▶ Angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren reduzieren das Wildunfallrisiko

▶ Ist eine Kollision mit einem Wildtier unvermeidbar, keine waghalsigen Ausweichmanöv: Unkontrollierte Fahrmanöver können schlimme Folgen haben - auch für andere Verkehrsteilnehmer.

▶ Nach einem Unfall - Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage anschalten, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen. Eigene Sicherheit beachten!

▶ Ein verletztes Tier weder berühren noch verfolgen oder gar mitnehmen

▶ Unfall unverzüglich der Polizei melden – auch wenn das Tier geflüchtet ist; Bescheinigung über den Wildunfall ausstellen lassen, das ist wichtig für die Versicherung.

▶ Die Polizei verständigt den zuständigen Jagdausübungsberechtigten, dieser kümmert sich auch um die Nachsuche, sollte ein verletztes Tier geflüchtet sein.