Achtung Wild:

Kauer/DJV

Achtung Wild:Paarungszeit beim Rehwild

Jetzt und in den kommenden Wochen ist die Paarungszeit beim Rehwild: Die steigenden Temperaturen befeuern den Fortpflanzungstrieb und sorgen für erhöhte Aktivität bei den Wildtieren. Gerade während dieser Zeit überquert das Rehwild daher oft auch am helllichten Tage urplötzlich die Straße. Die Gefahr von Wildunfällen erhöht sich und besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtname ist daher erforderlich.   

Normalerweise hält sich das Rehwild von Verkehrswegen fern, während der Paarungszeit folgt es aber hauptsächlich den Hormonen. Ein oft über mehrere Tage und kilometerlang andauerndes Paarungsritual, bei dem das weibliche Rehwild den Rehbock immer wieder anlockt und dann flüchtet, ohne dabei auf die Umgebung zu achten. Dabei geht es nicht nur über Wiesen und Felder, sondern auch über Straßen –  die Gefahr von Kollisionen steigt. Straßen werden nicht als Gefahrenquelle wahrgenommen. Verkehrsteilnehmer müssen daher bis Mitte August auch in Bereichen ohne Warnschild für Wildwechsel vermehrt mit plötzlich auftauchendem Rehwild rechnen. Besonders groß ist die Gefahr an unübersichtlichen Straßenabschnitten entlang von Wäldern und Feldern.

 

Achtung Wildunfallgefahr – Die wichtigsten Verhaltenstipps

  • Wald- und Straßenränder sorgfältig im Auge behalten und bremsbereit sein.
  • Taucht Wild am Straßenrand auf: kontrolliert bremsen, abblenden und hupen.
  • Wildtiere sind meist nicht allein unterwegs – immer mit Nachzüglern rechnen!
  • Angepasste Geschwindigkeit und vorausschauendes Fahren reduzieren das Wildunfallrisiko
  • Ist eine Kollision mit einem Wildtier unvermeidbar, keine waghalsigen Ausweichmanöver: Unkontrollierte Fahrmanöver können schlimme Folgen haben - auch für andere Verkehrsteilnehmer.
  • Nach einem Unfall - Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage anschalten, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen. Eigene Sicherheit beachten!
  • Ein verletztes Tier weder berühren noch verfolgen oder gar mitnehmen
  • Unfall unverzüglich der Polizei melden – auch wenn das Tier geflüchtet ist; Bescheinigung über den Wildunfall ausstellen lassen, das ist wichtig für die Versicherung.
  • Die Polizei verständigt den zuständigen Jagdausübungsberechtigten, dieser kümmert sich auch um die Nachsuche, sollte ein verletztes Tier geflüchtet sein.

Landesjagdbericht 2018/19

Zum siebzehnten Mal in Folge veröffentlichen das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Herausgeber) und die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (Redaktion) gemeinsam den „Wild und Jagd Landesjagdbericht“. Längst hat er sich zu einem begehrten Nachschlagewerk nicht nur für Jäger, sondern gleichermaßen für Politik, Medien und interessierte Öffentlichkeit entwickelt. Der jährlich erscheinende Bericht bereitet statistische Daten, wildbiologische Informationen und wissenschaftliche Untersuchungen zu den in Niedersachsen vorkommenden wildlebenden Tierarten übersichtlich auf und bietet umfangreiche Informationen zur Jagd in Niedersachsen.

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