Zweispaltig

Hege

Die Zahl der Waschbären in Niedersachsen nimmt, wie man anhand der Datengrundlage des Wildtiermanagement aus der Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE) sehen kann, rasant zu.

Der Waschbär ist ein Neozoe: Das ist der Fachausdruck für vom Menschen in neue Gebiete eingeführte Tierarten. Jedoch gilt er nach dem Bundesnaturschutzgesetz mittlerweile als heimisch, da sich die Population im Inland in freier Natur und ohne menschliche Hilfe über mehrere Generationen erhalten kann. Der rasante Anstieg der Waschbären-Vorkommen verdeutlicht, dass die Tierart sich perfekt auf die hiesigen Gegebenheiten angepasst hat und manch anderen Wildtierarten in der Besetzung des Lebensraums überlegen ist. Um auch in Zukunft ein ökologisches Gleichgewicht zu sichern, ist es dringend notwendig, die Waschbären in Niedersachsen nachhaltig und waidgerecht zu bejagen und jegliche Maßnahmen, die zum weiteren Anstieg führen könnten zu verhindern. Fütterungen und ähnliche Maßnahmen sind daher im Sinne der Ökosystemverträglichkeit nicht zu empfehlen.

Bejagung

Entwicklung der Waschbärstrecke in Niedersachsen (inkl. Fallwild) seit 1958

(Anzahl Individuen)

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Die Jagdzeit des Waschbären in Niedersachsen ist vom 16. Juli - 31. März, Jungtiere können das ganze Jahr bejagt werden.

Wie die Streckenstatistik zeigt, nehmen die Jäger in Niedersachsen Ihre Aufgabe ernst und versuchen regulativ in die Population der rasant ansteigenden Waschbärenvorkommen ökosystemverträglich einzugreifen. Dieses ist notwendig, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen.

Fallenjäger mit Sachkundenachweis berichten davon, dass besonders das Ankirren mit Trockenobst oder süßen Marmeladen erfolgsversprechend ist.

Wie beim Marderhund, so lässt sich auch beim Waschbären ein rasanter Anstieg der Streckenzahlen bestätigen.