Hege

Angepasste Wildbestände

Zwischen den verschiedenen Kleinstpopulationen in Niedersachsen findet zu wenig Vernetzung statt. Durch die Verdrängung aus ihrem ursprünglichen Lebensraum, der Steppe, ist das Rotwild heute im Wald Zuhause. Da dieser nicht flächendeckend in Niedersachsen vorhanden ist, entstehen sogenannte Parzellierungen. Das Rotwild ist sehr empfindlich hinsichtlich Störungen. Es benötigt eine Lebensraumstruktur mit Ruhezonen und Wildäckern.

 

Bejagung

Entwicklung der Rotwildstrecke in Niedersachsen (inkl. Fallwild) seit 1958

(Anzahl Individuen)

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Die Jagdzeit für das Rotwild ist in Niedersachsen für Alttiere und Kälber vom 01. September - 31. Januar, Schmaltiere können bereits vom 01. August bejagt werden und zudem im Mai. Hirsche haben vom 01. August - 31. Januar Jagdzeit, Schmalspießer zudem auch im Mai.

Die Bejagung entsprechend der Abschusspläne findet im Einzelansitz oder auf Großraumbewegungsjagden statt. Diese sollten, wenn möglich revierübergreifend stattfinden. Durch zu viel Unruhe, auch bei zu hohem Jagddruck, steigen die Schälschäden an Forstpflanzen. Ein Abschuss so früh wie möglich im Jagdzeitraum ist zu empfehlen.