Zweispaltig plus Randspalte

Biologie

Meister der Stimmenimitation

Bis zu 30 verschiedene Ruftypen, einschließlich des Gebells der Hunde, hat der Kolkrabe in seinem Repertoire. Sein Ruf Korrk, Korrk, Korkk ist über weite Entfernungen hörbar. Vermutlich verhalf ihm dieser auch lautmalerisch zu seinem Namen. 1942 wurden nur noch zwei Brutpaare in Deutschland gesichtet, heute ist er glücklicherweise wieder überall in größeren Waldungen mit angrenzenden Feldern...  Weiterlesen

Verbreitung in Niedersachsen

Bestandesentwicklung

Die Kolkrabenpopulation erreichte in Europa um 1940 seinen Tiefpunkt und das Verbreitungsgebiet seine geringste Ausdehnung. Nur noch im südlichen Dänemark, in Schleswig-Holstein, im Osten Polens sowie im Alpenraum gab es in Mitteleuropa noch nennenswerte Bestände. Einzelpaare gab es aber auch in Teilen von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Jagdruhe im 2. Weltkrieg und den Jahren danach setzte eine Bestandserholung ein. Ab 1960 eroberte sich der Kolkrabe die Teile Mitteleuropas zurück, in denen er als ausgerottet galt. Bis heute nehmen die Bestände zu und Wiederausbreitung im westlichen Mitteleuropa nimmt seinen Lauf. In Belgien, den Niederlanden, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und im Böhmerwald wurde die Wiederbesiedlung durch Auswilderungen gefördert. Den weltweiten Bestand gab die IUCN für das Jahr 2003 mit etwa 16 Mio. Individuen an, die Art gilt heute weltweit als ungefährdet (least concern).