Einzigartige DatenDie aus der WTE gewonnenen Daten zu den Wildtierbesätzen und deren Lebensraumbedingungen sind die Basis für wissenschaftlich fundierte Aussagen zu Wildvorkommen und Bestandsentwicklungen. Im Zusammenhang mit bestandsbeeinflussenden Umweltfaktoren, wie Witterung, Krankheiten und Lebensraumveränderungen können poopulationsdynamische Abläufe und ökologische Zusammenhänge für das Ökosystem Kulturlandschaft dargestellt werden. Daraus werden Empfehlungen für die jagdliche Praxis aber auch für politische Entscheidungen und Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung der Lebensraumbedingungen unserer Wildtiere abgeleitet und umgesetzt. Vom Beginn der WTE an ist das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung mit der Durchführung, der wissenschaftlichen Auswertung und Dokumentation betraut. Die sachliche Grundlage der Wissenschaft fördert die Objektivität, wenn es darum geht, nachhaltiges Management für die Wildtiere zu betreiben.
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Wildtiererfassung: Rolle der JägerDie Jägerinnen und Jäger in Niedersachsen nehmen im Rahmen der Wildtiererfassung (WTE) aufgrund ihrer Kenntnisse und ihrer flächendeckenden Präsenz eine zentrale Rolle ein: In über 8000 niedersächsischen Revieren schätzen Jäger die Besätze und Bestände unserer heimischen Wildtiere ein. Ergänzt werden diese Einschätzungen durch wildbiologische Erfassungsmethoden wie beispielsweise die Scheinwerfertaxtation beim Feldhasen. Kontinuität, wissenschaftliche Auswertung und Nachprüfbarkeit der Daten sind die entscheidenden Vorteile der WTE. Jäger erhalten so hilfreiche Empfehlungen für die jagdliche Praxis und politische Entscheidungsträger fundiertes Wissen und Datenmaterial zu unseren heimischen Wildtieren. Konstante Beteiligungsquoten von deutlich über 80% bedeuten nicht nur ein landesweit einzigartiges Datenmaterial über unsere Wildtiere, sondern sind auch ein klarer Beleg für die hohe Akzeptanz dieses Monitoringprogramms für die Wildbiologie und die Jagd. |
20 Jahre WTEWir Zählen - Unter diesem Motto stand die Festveranstaltung anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wildtiererfassung Niedersachsen (WTE), ausgerichtet von der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) und dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (ehemals IWFo) in Hannover. Die WTE wurde im Jahr 1991 von der LJN in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Wildtierforschung gegründet. Jahr für Jahr erfassen Jägerinnen und Jäger einheimische Arten wie Rebhuhn, Fasan oder Hase aber auch neu hinzuwandernde wie Marderhund, Mink oder Waschbär über Bestandeinschätzungen und Zählungen. Die WTE war das erste landes- weite Wildtiermonitoring- programm in Deutschland und hat sich von einem anfänglichen reinen Bestands- erfassungsprogramm zu einer wesentlichen Stütze für ein Wildtier- management entwickelt. Aufgrund der wegweisenden Ergebnisse, ist die WTE Vorbild und Vorreiter für viele andere Wildtiererfassungsprogramme, unter anderem auch für das im Jahr 2001 gestartete bundesweite Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD), gewesen. Die - auch auszugsweise - Veröffentlichung von Teilen/Fotos dieses Tagungsbandes bedarf der vorherigen Genehmigung durch die Herausgeber. Die aktuellen Zahlen der WTE und ausführliche Erläuterungen zu den Wildtieren in Niedersachsen inklusive hilfreicher Handlungsempfehlungen finden Sie unter der Rubrik Wildtiere. |


