Einspaltig plus Randspalte

 

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Stand November 2016:

Für Niedersachsen können folgende territorialen Vorkommen von Wölfen bestätigt werden:

Rudel:

       

      Residenter Einzelwolf:

        • Residenter Einzelwolf (Fähe) im Raum Goldenstedt/Barnstorf (seit 2014)
        • Residenter Einzelwolf (Fähe) im Raum Eschede-Ost (seit 2015)
        • Residenter Einzelwolf (Fähe) im Raum Riepholm (seit 2016)

         

         

         

        Unter Beobachtung, das Monitoring wird in diesen Gebieten intensiviert:

        Mit diesem Foto konnte ein Wolf am 22. April 2016 in der Nähe von Gehrde bei Bippen nachgewiesen werden. Foto: © Bolenski

         

        Im Bereich Bippen (Landkreis Osnabrück) wurde im März und April 2016 jeweils ein Wolf anhand von Fotos nachgewiesen. Im Juli 2016 wurden Genetikproben von einem Damwildriss gesichert. Anschließende Untersuchungen bestätigten einen Wolf als möglichen Verursacher. Es handelt sich dabei um ein weibliches Individuum, welches bereits Ende April 2016 im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen wurde. Das Tier kann keinem derzeit bekannten Rudel zugeordnet werden. Weitere Untersuchungen sollen die Situation aufklären.

         

        Im Bereich Ostenholz (Landkreis Celle/ Landkreis Heidekreis) konnte Reproduktion nachgewiesen werden, jedoch ist es derzeit unklar ob es sich hierbei um ein bereits bestehendes (Rudel Bergen) oder um ein neues Rudel handelt.

        Weitere Informationen:

        Für das Wolfsrudel auf dem Schießstand Rheinmetall (Informationen zum Rudel Rheinmetall hier...) konnte seit dem Monitoringjahr 2014/2015 keine Reproduktion mehr nachgewiesen werden. Da aber weiterhin adulte Einzeltiere auf dem Gebiet nachgewiesen wurden, wurde der Status dieses Rudels in „Unklar“ umgestuft.

        Das Wolfspaar im Raum Fuhrberg und die territoriale Fähe in der Grafschaft Bentheim/Landkreis Emsland konnten nicht mehr nachgewiesen werden. Daher sind diese Bereich nicht mehr markiert.

        Aktuelles

        Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring:

        Wölfe im Raum Visselhövede nachgewiesen
        Fotofallenbilder belegen Präsenz von fünf Wölfen


        Im Raum Visselhövede im Landkreis Rotenburg (Wümme) konnte nun mittels Fotofallenbildern die Präsenz von fünf Wölfen nachgewiesen werden. Der Nachweis gelang durch eine Serie von Bildern, die hintereinander fünf Wölfe aufgenommen haben.

        „Wir gehen von einem neuen Rudel aus – es wäre aktuell das neunte in Niedersachsen“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. Allerdings sei behördlicherseits unter Berücksichtigung der nationalen Monitoringstandards  noch ein eindeutiger genetischer Nachweis zu erbringen.

        Die Landesjägerschaft Niedersachsen führt neben dem landesweiten, passiven Wolfsmonitoring
        bei unklaren Situationen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wolfsberatern und den Jägern vor Ort auch aktive Monitoringmaßnahmen durch. In der Vergangenheit konnten mithilfe dieser aktiven Maßnahmen so bereits die Rudel im Raum Gartow, im LK Cuxhaven sowie bei Wietzendorf bestätigt werden

        Der Nachweis der Wölfe im Raum Visselhövede gelang ebenfalls durch aktive Monitoringmaßnahmen der Landesjägerschaft: Nachdem es seit September in unregelmäßigen Abständen Hinweise gab, intensivierte die Landesjägerschaft daraufhin das Monitoring vor Ort – unter anderem über das Aufstellen von Fotofallen und verstärkte Beobachtungstätigkeiten der örtlichen Jäger in den vergangenen acht Wochen. Diese Monitoringmaßnahmen führten nun zu dem Nachweis von mindestens fünf Einzeltieren.
         

        Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring:

        Anhand neuster genetischer Ergebnisse konnte ein residenter Einzelwolf im Raum Riepholm (Landkreis Rotenburg-Wümme) nachgewiesen werden. Es handelt sich dabei um einen weiblichen Nachkommen des Rudels in der Annaburger Heide in Sachsen. Die Genetikproben wurden im Februar 2016 an einem Nutzierriss, sowie im August 2016 an einem Wildtierriss gesichert. Somit sind derzeit 8 Wolfsrudel und 3 residente Einzelwölfe in Niedersachsen bekannt.


        Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich  dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und den rund 100 Wolfsberatern
        wahrnimmt. Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht, sollte seinen Fund dem örtlichen Wolfsberater oder der Landesjägerschaft Niedersachsen (wolf@ljn.de) melden.