Einspaltig plus Randspalte

Stand Juni 2015:
Für Niedersachsen können in folgenden Regionen Wölfe bestätigt werden:

a) territoriale Vorkommen:

        • Ein Wolfspaar seit Juli 2014 im Landkreis Cuxhaven
        • Ein Wolfspaar im Raum Fuhrberg seit 2014
        • Territoriale Fähe in der Grafschaft Bentheim/Landkreis Emsland
          Regelmäßig werden seit März 2014 auch Wolfsnachweise aus dem westlichen Niedersachsen aus der Nähe von Meppen und Nordhorn gemeldet. Genetische Analysen brachten den Befund, dass es sich hierbei um eine junge Wölfin handelt, welche aus dem Gartower Rudel im Wendland stammt. Die Fähe konnte sowohl auf dem Schießplatz Meppen als auch auf dem Gelände Nordhorn Range nachgewiesen werden. Damit scheint sich in dieser Region ein Einzeltier ortstreu aufzuhalten.

         

        b) Einzelnachweise:

        • Landkreis Heidekreis:  Einzelne Nachweise auf dem Gelände des VNP (Sept 2013, Mai 2014) sowie bei Wietzendorf (Mai 2014) und Wesseloh (März 2015). Im Mai 2015 konnte ein Wolf bei Dorfmark fotografiert werden. Zudem konnte bereits Ende April ein Wolf im Forstamt Sellhorn nachgewiesen werden. Losungsproben werden derzeit genetisch untersucht. Das Gebiet grenzt an das Geländes des VNP, auf dem es auch bereits einige Nachweise gegeben hat. Trotzdem ist in der Region der genaue Status des Wolfsvorkommens noch unklar.
        • Landkreis Uelzen:  Eine Probe aus Oktober 2013 erbrachte den genetischen Nachweis eines Wolfes, der mit dem Welzower Rudel in Brandenburg verwandt ist. Im Januar 2015 gelang ein Fotonachweis in der Region Bienenbüttel und im April 2015 ein Videonachweis bei Medingen.
        • Landkreis Helmstedt: Landkreis gelang der Fotonachweis eines Wolfes im März 2014.
        • Landkreis Diepholz: Bei Barnstorf konnte im Landkreis Diepholz im April 2014 ein Jungwolf fotografiert werden.
        • Landkreis Lüchow-Dannenberg: Im Mai 2014 gelang der Fotonachweis eines Wolfes im Landkreis. Es konnte eine Fähe nachgewiesen werden. Im Juli 2014 konnte ein Rüde nachgewiesen werden, daher besteht seitdem die Vermutung auf Paarbildung und Etablierung eines neuen Territoriums. Im Februar 2015 gelang wieder ein Fotonachweis eines Tieres. Zudem konnten genetische Proben gewonnen werden, die Ergebnisse stehen noch aus. Mitte April 2015 konnte Mittels eines Fotofallenbildes wieder ein Wolf in der Göhrde nachgewiesen werden. Auf dem Bild lässt sich ein zweites Tier schemenhaft erkennen- daher ist die Vermutung groß, dass es sich im einen zweiten Wolf handelt. Anhand einer Speichelprobe aus der Göhrde vom Februar 2015 konnte nachgewiesen werden, dass sich eine Wolfsfähe aus Sachsen-Anhalt in der Region aufhält. Neuere Fotos aus Mai 2015 bestätigen zwei Wölfe in der Region.
          (Der Nachweis zweier gegengeschlechtlicher Tiere lässt eine Paarbildung und somit ein territoriales Vorkommen vermuten)
        • Landkreis Nienburg (Februar 2015)
        • Landkreis Rotenburg-Wümme: Im März 2015 gelang ein Fotonachweis eines Wolfes bei Lauenbrück. Im April 2015 konnten verschiedene Wolfsnachweise in unterschiedlichen Teilen des Landkreises erbracht werden.

        Altuelles

        Rätsel um den Wanderwolf gelöst
        Toter „Unfall-Wolf“ von der A7 ist identisch mit sogenanntem „Wander-Wolf“

        Das Rätsel um den Wanderwolf ist gelöst: Das am 15. April 2015 auf der A7 bei Berkhof tot aufgefundene Tier ist identisch mit dem sogenannten Wanderwolf, der Anfang März durch das westliche Niedersachsen und die Niederlande gezogen ist und dessen Spur sich Mitte April verlor. Das teilten am Donnerstag die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. und das Wolfsbüro Niedersachsen mit. Den vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) durchgeführten Untersuchungen zufolge war das Tier von einem LKW erfasst worden.
        Die DNA-Analyse des Kadavers durch das Senckenberg Institut brachte jetzt den Nachweis, dass es sich um einen männlichen Nachkommen des Munsteraner Rudels gehandelt hat. Diese Wölfe waren in den vergangenen Monaten häufig durch nahe Kontakte zwischen Mensch und Wolf sowie geringe Scheu vor Menschen aufgefallen. Zwei einjährige Jungwölfe tragen mittlerweile Halsbandsender, die die Standorte der Tiere regelmäßig melden. Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem Wolfsbüro im NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und den mehr als 100 Wolfsberatern wahrnimmt. Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht, sollte seinen Fund dem örtlichen Wolfsberater oder der Wolfsbeauftragten der Landesjägerschaft Dr. Britta Habbe (wolf@ljn.de) melden.

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        Zweiter Wolf besendert, 29.06.2015

        Am (gestrigen) Sonntag konnte ein zweiter Wolf aus dem Wolfsrudel Munster mit einem Sender versehen werden. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz mit. Die Jährlingswölfin habe sich in einem guten Gesundheitszustand befunden.

        Mit der Besenderung können Aufenthaltsorte und Laufwege des Rudels noch besser identifiziert werden. So wird eine zuverlässigere Überwachung gewährleistet.

        Die Sender liefern den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), des Umweltministeriums, der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) und des Lupus Instituts wichtige Daten zum Verhalten der Tiere.

        Das Wolfsrudel in Munster ist in den vergangenen Monaten durch häufigere Nahkontakte zu Menschen aufgefallen. Das Umweltministerium hat daher gemeinsam mit der LJN die Überwachung intensiviert.

        Quelle: Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz   

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        Erster Wolf in Niedersachsen besendert

        Der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel hat darüber informiert, dass es mit der intensiveren Überwachung des Munsteraner Rudels gestern erstmals gelungen ist, einen Wolf mit einem Sender zu versehen. Am frühen Morgen wurde ein männlicher Jährling im Bereich des Truppenübungsplatzes Munster immobilisiert und per Halsband „besendert". Wenzel bezeichnete die Aktion als „wichtigen Schritt zur besseren Kontrolle". „Der Sender informiert unsere Experten in regelmäßigen Abständen darüber, wo sich der Wolf aufhält. Dadurch können dem besenderten Tier Abläufe und Verhaltensweisen zugeordnet werden", sagte der Minister. „Die Besenderung hilft uns, bei einem möglicherweise auffälligen Verhalten schneller mit geeigneten Vergrämungsmaßnahmen zu reagieren." Der Zweck soll es sein, die Wölfe auf Abstand zum Menschen zu halten.

        Das Wolfsrudel in Munster ist in den vergangenen Wochen durch häufigere Nahkontakte zu Menschen aufgefallen. Das Umweltministerium hat seitdem gemeinsam mit der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) die Überwachung intensiviert. Dazu werden von einer Mitarbeiterin des LJN alle Wolfsbegegnungen in der Umgebung nachbereitet und dokumentiert; außerdem versucht die Mitarbeiterin aktiv, häufige Aufenthaltsorte des Rudels und häufig belaufende Routen zu identifizieren. Auf der Basis der so gewonnenen Erkenntnisse soll versucht werden, möglichst viele Mitglieder des Rudels zu identifizieren und mit GPS-Halsbandsendern zu versehen. Die Sender liefern den Experten des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), des Umweltministeriums, der LJN und des Wolfsbüros Lupus wichtige Daten.

        Quelle: Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz