Einspaltig plus Randspalte

 

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Stand Juni 2017:

Für Niedersachsen können folgende territorialen Vorkommen von Wölfen bestätigt werden:

Rudel:

 

 Wolfspaar:

  • Wolfspaar im Raum Garlstedt (seit 2017): Nachdem bereits im Januar 2017 zwei Wölfe durch Fotofallenaufnahmen nachgewiesen wurden, wurde das Gebiet unter Beobachtung gesetzt. Mitte Mai 2017 konnten ein markierender Rüde und eine Fähe erneut per Fotofallenaufnahme nachgewiesen werden. Somit steht fest, dass in diesem Gebiet ein territoriales Wolfspaar ansässig ist. Die Herkunft der beiden Tiere ist bislang noch unklar, die Untersuchung von Genetikproben soll dies aufklären.

 

Residenter Einzelwolf:

  • Residenter Einzelwolf (Rüde) im Raum Ebstorf (seit 2017)
  • Residenter Einzelwolf (Fähe) im Raum Bippen (seit 2017)

 

Einzelnachweise:

  • Raum Burgdorf – Lehrte – Peine: Ende Februar 2017 wurde östlich von Hannover (LK Region Hannover) ein einzelner Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Bückeburg: Nördlich von Bückeburg (LK Schaumburg) wurde Anfang April 2017 ein Wolf anhand von Filmaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Salzgitter: Im Raum Salzgitter wurde im April 2017 ein Wolf anhand von Filmaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Springe: Im Raum Springe (LK Region Hannover) wurde im April 2017 ein Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Bad Gandersheim: Im Raum Bad Gandersheim (LK Northeim) wurde im April 2017 ein Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Werpeloh: Im Bereich von Werpeloh (LK Emsland) wurde im April 2017 ein Wolf anhand von Fotofallenaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Clausthal-Zellerfeld: Im Raum Clausthal-Zellerfeld (LK Göttingen) wurde Ende April 2017 ein Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt
  • Raum Brake: Im Raum Brake (LK Wesermarsch) wurde Anfang Mai 2017 ein Wolf anhand von Fotofallenaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt
  • Raum Barsinghausen: Im Raum Barsinghausen (LK Region Hannover) wurde Mitte Mai 2017 ein Wolf anhand von Fotofallenaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt
  • Raum Rastede: Im Raum Rastede (LK Ammerland) wurde Anfang Juni 2017 ein Wolf von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt


Unter Beobachtung, das Monitoring wird in diesen Gebieten intensiviert:

 

Der residente Einzelwolf aus dem Bereich Visselhövede (Fähe aus dem Rudel in der Annaburger Heide, Sachsen) konnte seit August 2016 nicht mehr genetisch nachgewiesen werden. Allerdings konnten im November und Dezember 2016 jeweils 5 Wölfe anhand von Fotofallenaufnahmen bestätigt werden. Demnach liegt die Vermutung nahe, dass sich in diesem Gebiet ein neues Wolfsrudel etabliert hat. Genetische Nachweise werden benötigt um die Situation aufzuklären.

Seit Herbst 2016 gibt es wiederholt Nachweise von Wölfen durch Nutztierrisse und Fotofallenbilder im Gebiet Wendisch Evern (LK Uelzen und LK Lüneburg). Es konnten zwei Individuen unabhängig voneinander in diesem Gebiet genetisch nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich um einen Rüden und eine Fähe was einen Hinweis darauf gibt, dass es sich hierbei um eine Paarbildung handeln könnte. Die Herkunft der beiden Individuen ist derzeit noch unklar. Weitere Untersuchungen sollen die Situation aufklären.

Durch Fotofallenbilder im Dezember 2016 und Januar 2017 wurden im Bereich Bremervörde (LK Rotenburg-Wümme) mind. drei Wölfe nachgewiesen. Ob es sich hierbei um Mitglieder des Cuxhavener Rudels handelt ist unklar.

Nachdem bereits im Februar 2017 ein Wolf nördlich von Scheeßel (LK Rotenburg-Wümme) durch Fotoaufnahmen nachgewiesen wurde, wurden Ende März 2017 zwei Wölfe erneut durch Fotoaufnahmen nachgewiesen. Vermutlich handelt es sich um einen Rüden und eine Fähe. Weitere Nachweise werden benötigt um zu klären, ob es sich um ein neues Wolfspaar handelt. Die Herkunft der beiden Tiere ist derzeit noch unklar.

Mehrere Nachweise von bis zu 2 Wölfen lassen vermuten, dass es im Raum Breddorf (LK Rotenburg (Wümme) und LK Osterholz) ein territoriales Wolfsvorkommen gibt. Genetische Nachweise werden benötigt um die Situation zu klären.

Im Bereich Gifhorn hat es seit Februar 2017 mehrere Einzelnachweise anhand von Fotofallenaufnahmen gegeben. Es bleibt zu klären ob es sich hierbei um ein territoriales Vorkommen handelt.

Im Raum Rehburg (LK Nienburg) hat es seit April 2017 mehrere Einzelnachweise gegeben. Ein terrioriales Wolfsvorkommen kann nicht ausgeschlossen werden. Genetikproben werden derzeit noch untersucht.

In der Gegend von Bad Bodenteich (LK Uelzen) konnten seite März 2017 vermehrt Einzeltiere durch Fotofallenaufnahmen nachgewiesen werden. Es bleibt zu klären ob es sich hierbei um ein territoriales Vorkommen handelt.

 

Weitere Informationen:

Das Wolfspaar im Raum Fuhrberg und die territoriale Fähe in der Grafschaft Bentheim/Landkreis Emsland konnten nicht mehr nachgewiesen werden. Daher sind diese Bereich nicht mehr markiert.

Aktuelles

Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring (22.06.2017):

Reproduktionsnachweise auf Schießstand Rheinmetall, im Raum Barnstorf und im Raum Schneverdingen.
In dieser Woche konnte auf dem Schießplatz Rheinmetall ein Reproduktionsnachweis bestätigt werden. Nachdem dort seit dem Monitoringjahr 2014/2015 keine Reproduktion mehr nachgewiesen konnte, war der Status des dortigen Rudels auf unklar eingestuft worden. Mit dem nun erfolgten Nachweis von mindestens 4 Wolfswelpen ist nun klar, dass sich hier weiterhin ein Rudel aufhält.
Zudem konnte Ende Mai 2017 im Raum Schneverdingen durch Filmaufnahmen eine Wolfsfähe mit sichtbarem Gesäuge nachgewiesen werden. Auch dies wird als Reproduktionsnachweis gewertet. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Tier um die Fähe des Schneverdinger Rudels, allerdings kann nur ein genetischer Nachweis definitive Klarheit herstellen.
Ebenfalls in dieser Woche konnte im Raum Barnstorf (Landkreise Vechta und Diepholz) Reproduktion nachgewiesen werden: damit hat sich der Status des ansässigen Wolfspaars in Wolfsrudel geändert. Die Reproduktion und somit die Rudelbildung konnte durch den Fotofallennachweis einer laktierenden Fähe bestätigt werden. „In Niedersachsen sind damit nun offiziell 11 Wolfsrudel bestätigt“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN). „Es handelt sich hier um die ersten drei Reproduktionsnachweise für das Monitoringjahr 2017/2018 in Niedersachsen“, so Reding weiter.
Im Gegensatz zum Raum Schneverdingen und des Schießstandes Rheinmetall, handelt es sich bei dem Reproduktionsnachweis und der Statusänderung von Wolfspaar auf Wolfsrudel im Raum Barnstorf um ein Novum. Die auch als „Goldenstedter“ oder „Barnstorfer“ Fähe bekannte Wölfin war in der Vergangenheit durch eine hohe Anzahl von Nutztierrissen aufgefallen. Zwischenzeitlich war behördlicherseits auch eine Besenderung dieser Fähe geplant.
Im Raum Garlstedt (Landkreis Osterholz) konnte Mitte Mai 2017 zudem ein neues Wolfspaar bestätigt werden. Der Nachweis gelang durch ein Fotofallenbild.
Damit wächst die Wolfspopulation in Niedersachsen weiter stetig und dynamisch an.
Rückwirkend für das vergangene Monitoringjahr (2016/2017) kann zudem ein residenter Einzelwolf in der Nähe von Bippen (Landkreis Osnabrück) bestätigt werden. In Niedersachsen wurde das weibliche Tier mit bislang ungeklärter Herkunft erstmals im Juli 2016 durch die Auswertung von Genetikproben nachgewiesen. Die Fähe wurde vorher bereits Ende April 2016 im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Nachdem das Tier im Oktober 2016 erneut im Bereich Bippen nachgewiesen wurde lag die Vermutung nahe, dass sich der Wolf dort territorial angesiedelt hat. Den letzten Nachweis hierfür brachte das nun vorliegende Ergebnis einer im März 2017 genommenen Genetikprobe. Gemäß den nationalen Monitoringstandards kann das Tier damit als residenter Einzelwolf eingestuft werden.
Nachdem es in den Gegenden um Rehburg (Landkreis Nienburg) und Bad Bodenteich (Landkreis Uelzen) mehrere C1-Nachweise gegeben hat, wird hier das Monitoring intensiviert: Auswertungen von Genetikproben sollen den Status in beiden Bereichen klären.
Weiterhin wurden vier Einzelnachweise außerhalb der bekannten Wolfsgebiete erbracht: Ende April im Harz bei Clausthal-Zellerfeld (Landkreis Osterode am Harz), Anfang Mai westlich der Elbe bei Brake (Landkreis Wesermarsch), Mitte Mai 2017 nahe Barsinghausen (Landkreis Region Hannover) und Anfang Juni 2017 in der Nähe zu Rastede (Landkreis Ammerland).

 

Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring (18.05.2017):
Wolfspaar im Raum Garlstedt nachgewiesen
Nachdem bereits im Januar 2017 zwei Wölfe durch Fotofallenaufnahmen nachgewiesen wurden, wurde das Gebiet unter Beobachtung gesetzt. Mitte Mai 2017 konnten ein markierender Rüde und eine Fähe erneut per Fotofallenaufnahme nachgewiesen werden. Somit steht fest, dass in diesem Gebiet ein territoriales Wolfspaar ansässig ist. Die Herkunft der beiden Tiere ist bislang noch unklar, die Untersuchung von Genetikproben soll dies aufklären.