Einspaltig plus Randspalte

 

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Stand April 2017:

Für Niedersachsen können folgende territorialen Vorkommen von Wölfen bestätigt werden:

Rudel:

 

 Wolfspaar:

  • Wolfspaar im Raum Barnstorf (seit 2017): Nachdem bereits Anfang Dezember 2016 die bekannte Fähe zusammen mit einem Rüden aus dem Rudel in Ueckermünde nachgewiesen wurde, konnten beide Tiere in zwei weiteren Fällen zusammen bestätigt werden. In Letzterem wurden der Rüde, sowie ein Wolf des Haplotyps HW02 an einem Nutztierriss nachgewiesen. Da in diesem Gebiet nur ein Tier dieses eher seltenen Haplotyps bekannt ist, nämlich die bereits bekannte residente Einzelfähe, ist davon auszugehen, dass es sich bei dem zweiten Tier um dieses Individuum handelt. Somit reicht dieser Nachweis aus um den Status in diesem Gebiet von „residenter Einzelwolf“ auf „Wolfspaar“ herauf zu stufen.

 

Residenter Einzelwolf:

  • Residenter Einzelwolf (Rüde) im Raum Ebstorf (seit 2017).

 

Einzelnachweise:

  • Raum Gifhorn: Im Raum Gifhorn (LK Gifhorn) wurde im November 2016 ein Wolfsrüde unbekannter Herkunft an einem Nutztierriss nachgewiesen.
  • Raum Hameln: Im Dezember 2016 wurde am Stadtrand von Hameln (LK Hameln-Pyrmont) ein Wolf anhand eines Fotos nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Buchholz in der Nordheide: Im Raum Buchholz in der Nordheide (LK Harburg) wurde im Januar 2017 ein Wolf anhand eines Fotofallenbildes nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt
  • Raum Nienburg: Am Stadtrand von Nienburg (LK Nienburg) wurde Ende Januar 2017 ein Wolf anhand von Filmaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Sittensen: Östlich von Sittensen (LK Rotenburg-Wümme) wurde im Februar 2017 ein Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Burgdorf – Lehrte – Peine: Ende Februar 2017 wurde östlich von Hannover (LK Region Hannover) ein einzelner Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Winsen (Luhe) – Lüneburg: Nordwestlich von Lüneburg wurde Anfang März 2017 ein Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Stade: Südlich von Stade (LK Stade) wurde Ende März 2017 ein Wolf anhand von Filmaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Bückeburg: Nördlich von Bückeburg (LK Schaumburg) wurde Anfang April 2017 ein Wolf anhand von Filmaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Salzgitter: Im Raum Salzgitter wurde im April 2017 ein Wolf anhand von Filmaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Springe: Im Raum Springe (LK Region Hannover) wurde im April 2017 ein Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Bad Gandersheim: Im Raum Bad Gandersheim (LK Northeim) wurde im April 2017 ein Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.


Unter Beobachtung, das Monitoring wird in diesen Gebieten intensiviert:

 

Der residente Einzelwolf aus dem Bereich Visselhövede (Fähe aus dem Rudel in der Annaburger Heide, Sachsen) konnte seit August 2016 nicht mehr genetisch nachgewiesen werden. Allerdings konnten im November und Dezember 2016 jeweils 5 Wölfe anhand von Fotofallenaufnahmen bestätigt werden. Demnach liegt die Vermutung nahe, dass sich in diesem Gebiet ein neues Wolfsrudel etabliert hat. Genetische Nachweise werden benötigt um die Situation aufzuklären.

Im Bereich Bippen (LK Osnabrück) wurde ein Wolf anhand von Genetikproben an einem Damwildriss nachgewiesen. Es handelt sich dabei um ein weibliches Individuum, welches bereits Ende April 2016 im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen wurde. Die Fähe wurde im Oktober 2016 erneut durch eine Genetikprobe an einem Wildtierrisses nachgewiesen. Das Tier kann keinem derzeit bekannten Rudel zugeordnet werden. Eine weitere Genetikprobe wird derzeit untersucht.

Seit Herbst 2016 gibt es wiederholt Nachweise von Wölfen durch Nutztierrisse und Fotofallenbilder im Gebiet Wendisch Evern (LK Uelzen und LK Lüneburg). Es konnten zwei Individuen unabhängig voneinander in diesem Gebiet genetisch nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich um einen Rüden und eine Fähe was einen Hinweis darauf gibt, dass es sich hierbei um eine Paarbildung handeln könnte. Die Herkunft der beiden Individuen ist derzeit noch unklar. Weitere Untersuchungen sollen die Situation aufklären.

Im Bereich Osterholz-Scharmbeck (LK Osterholz) konnten im Januar 2017 zwei Wölfe auf einer Fotofalle nachgewiesen werden. Weitere Nachweise aus dem Januar bestätigen einen Wolf. Schon im Jahr 2015 und 2016 deuteten einzelne Nachweise auf ein Wolfsvorkommen hin.

Durch Fotofallenbilder im Dezember 2016 und Januar 2017 wurden im Bereich Bremervörde (LK Rotenburg-Wümme) mind. drei Wölfe nachgewiesen. Ob es sich hierbei um Mitglieder des Cuxhavener Rudels handelt ist unklar.

Nachdem bereits im Februar 2017 ein Wolf nördlich von Scheeßel (LK Rotenburg-Wümme) durch Fotoaufnahmen nachgewiesen wurde, wurden Ende März 2017 zwei Wölfe erneut durch Fotoaufnahmen nachgewiesen. Vermutlich handelt es sich um einen Rüden und eine Fähe. Weitere Nachweise werden benötigt um zu klären, ob es sich um ein neues Wolfspaar handelt. Die Herkunft der beiden Tiere ist derzeit noch unklar.

Status unklar:

Für das Wolfsrudel auf dem Schießstand Rheinmetall (Informationen zum Rudel Rheinmetall hier...) konnte seit dem Monitoringjahr 2014/2015 keine Reproduktion mehr nachgewiesen werden. Da aber weiterhin adulte Einzeltiere auf dem Gebiet nachgewiesen wurden, wurde der Status dieses Rudels in „Unklar“ umgestuft.

Residenter Einzelwolf (Fähe) im Raum Eschede-Ost : Im Jahr 2015 konnte eine Fähe aus Ueckermünde vier Mal genetisch im Bereich Eschede-Ost (LK Celle und LK Uelzen) nachgewiesen werden. Des Weiteren belegten Fotofallenbilder die Anwesenheit eines Wolfes. Diese Fähe konnte im Jahr 2016 nicht mehr genetisch nachgewiesen werden.  Das letzte Fotofallenbild aus dem Dezember 2016 belegt weiterhin die Anwesenheit eines Wolfes in dieser Region. Ob es sich dabei um die bekannte Fähe oder um ein anderes Tier handelt, ist derzeit unklar. Das Territorium wurde in „Unklar“ herabgestuft.

 

Weitere Informationen:

Das Wolfspaar im Raum Fuhrberg und die territoriale Fähe in der Grafschaft Bentheim/Landkreis Emsland konnten nicht mehr nachgewiesen werden. Daher sind diese Bereich nicht mehr markiert.

Aktuelles

Hahausen (dpa/lni) 25.04.2017
Bei Hahausen im Landkreis Goslar sei ein Tier in die Fotofalle eines Jägers gelaufen, sagte der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Hans Hesse, am Dienstag. Bei dem Wolf handele es sich offensichtlich um ein zweijähriges Jungtier auf der Suche nach einem eigenen Revier.
Der Wolf streife schon einige Zeit durch die Region, es habe bereits mehrere Sichtungen gegeben, hatte die «Goslarsche Zeitung» berichtet.

Ein hundertprozentiger Nachweis fehle zwar noch, sagte der Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft, Raoul Reding. «Das Bild der Fotofalle zeigt aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einen Wolf.
Alle erkennbaren Merkmale sprechen dafür.» Im Ostharz war bereits im vergangenen Jahr nahe Ballenstedt ein Wolf in eine Fotofalle getappt.
Bei Treseburg im Harzkreis hatte eine Spaziergängerin ein Tier fotografiert, bei dem es sich mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls um einen Wolf handelte.

Nördlich des Harzes bei Salzgitter sei zudem in der vergangenen Woche ein Wolf sicher nachgewiesen worden. «Überhaupt gibt es mittlerweile wohl keinen Ort mehr in Kontinentaleuropa, wo der Wolf nicht von heute auf morgen auftauchen könnte», sagte der Beauftragte der Landesjägerschaft. Alleine in Niedersachsen lebten mittlerweile etwa
90 Exemplare.

Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring (25.04.2017):

Nachdem im August 2016 im Bereich des Ostenholzer Moors (Landkreis Celle) 5 Welpen anhand von Fotofallenaufnahmen nachgewiesen wurden, kam schnell die Vermutung auf, dass sich in dieser Gegend ein neues Wolfsrudel etabliert hat. Um aber auszuschließen, dass es sich bei den Tieren um Mitglieder des benachbarten Bergener Rudels handelt, wurden für eine endgültige Bestätigung genetische Nachweise gefordert. Nachdem über mehrere Monate eine Vielzahl an Genetikproben gesammelt und analysiert wurden, konnte nun dieses neue Rudel nachgewiesen werden. Der Elternrüde stammt aus dem Rudel in Ueckermünde (Mecklenburg-Vorpommern) und wurde erstmals im Juli 2015 nördlich der Göhrde nachgewiesen. Die Elternfähe konnte noch nicht eindeutig identifiziert werden, wahrscheinlich ist sie aber ein Nachkomme des Bergener Rudels. 5 Welpen wurden anhand der bereits erwähnten Fotofallenaufnahmen nachgewiesen, genetisch konnten 4 Welpen identifiziert werden: 2 Rüden und 2 Fähen.

Aktuell zwei Wölfe in der Region Diepholz-Oldenburg-Vechta

Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat am Dienstag darüber informiert, dass im Raum Diepholz-Oldenburg-Vechta im Zusammenhang mit einem Nutztierriss neben dem schon bekannten Tier ein weiterer Wolf genetisch nachgewiesen werden konnte. Das Senckenberg-Labor für Wildtiergenetik in Gelnhausen teilte mit, es handle sich um einen männlichen Wolf aus der Ueckermünder Heide in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2014 lebt in der Region Diepholz-Oldenburg-Vechta eine Wölfin.

Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring:

Wölfe im Raum Visselhövede nachgewiesen
Fotofallenbilder belegen Präsenz von fünf Wölfen

Im Raum Visselhövede im Landkreis Rotenburg (Wümme) konnte nun mittels Fotofallenbildern die Präsenz von fünf Wölfen nachgewiesen werden. Der Nachweis gelang durch eine Serie von Bildern, die hintereinander fünf Wölfe aufgenommen haben.
„Wir gehen von einem neuen Rudel aus – es wäre aktuell das neunte in Niedersachsen“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. Allerdings sei behördlicherseits unter Berücksichtigung der nationalen Monitoringstandards  noch ein eindeutiger genetischer Nachweis zu erbringen.
Die Landesjägerschaft Niedersachsen führt neben dem landesweiten, passiven Wolfsmonitoring
bei unklaren Situationen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wolfsberatern und den Jägern vor Ort auch aktive Monitoringmaßnahmen durch. In der Vergangenheit konnten mithilfe dieser aktiven Maßnahmen so bereits die Rudel im Raum Gartow, im LK Cuxhaven sowie bei Wietzendorf bestätigt werden
Der Nachweis der Wölfe im Raum Visselhövede gelang ebenfalls durch aktive Monitoringmaßnahmen der Landesjägerschaft: Nachdem es seit September in unregelmäßigen Abständen Hinweise gab, intensivierte die Landesjägerschaft daraufhin das Monitoring vor Ort – unter anderem über das Aufstellen von Fotofallen und verstärkte Beobachtungstätigkeiten der örtlichen Jäger in den vergangenen acht Wochen. Diese Monitoringmaßnahmen führten nun zu dem Nachweis von mindestens fünf Einzeltieren.
 


Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich  dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und den rund 100 Wolfsberatern
wahrnimmt. Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht, sollte seinen Fund dem örtlichen Wolfsberater oder der Landesjägerschaft Niedersachsen (wolf@ljn.de) melden.