Einspaltig plus Randspalte

 

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Stand März 2017:

Für Niedersachsen können folgende territorialen Vorkommen von Wölfen bestätigt werden:

Rudel:

 

Residenter Einzelwolf:

  • Residenter Einzelwolf (Fähe) im Raum Barnstorf (seit 2014). In 2017 konnte ein weiterer Wolf genetisch nachgewiesen werden (2017).
  • Residenter Einzelwolf (Rüde) im Raum Ebstorf (seit 2017).

 

Einzelnachweise:

  • Raum Gifhorn: Im Raum Gifhorn (LK Gifhorn) wurde im November 2016 ein Wolfsrüde unbekannter Herkunft an einem Nutztierriss nachgewiesen.
  • Raum Hameln: Im Dezember 2016 wurde am Stadtrand von Hameln (LK Hameln-Pyrmont) ein Wolf anhand eines Fotos nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Buchholz in der Nordheide: Im Raum Buchholz in der Nordheide (LK Harburg) wurde im Januar 2017 ein Wolf anhand eines Fotofallenbildes nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt
  • Raum Nienburg: Am Stadtrand von Nienburg (LK Nienburg) wurde Ende Januar 2017 ein Wolf anhand von Filmaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Sittensen: Östlich von Sittensen (LK Rottenburg-Wümme) wurde im Februar 2017 ein Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Burgdorf – Lehrte – Peine: Ende Februar 2017 wurde östlich von Hannover (LK Region Hannover) ein einzelner Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.
  • Raum Winsen (Luhe) – Lüneburg: Nordwestlich von Lüneburg wurde Anfang März 2017 ein Wolf anhand von Fotoaufnahmen nachgewiesen; Geschlecht und Herkunft sind unbekannt.


Unter Beobachtung, das Monitoring wird in diesen Gebieten intensiviert:

Im Bereich Visselhövede ist ein residenter Einzelwolf (weiblich) bekannt. Die Fähe stammt aus dem Rudel in der Annaburger Heide (Sachsen). Allerdings konnten im November und Dezember 2016 jeweils 5 Tiere anhand von Fotofallenfotos nachgewiesen werden. Demnach liegt die Vermutung nahe, dass in diesem Gebiet ein neues Wolfsrudel lebt. Um aber auszuschließen, dass es sich bei den abgelichteten Tieren um Tiere aus den benachbarten Territorien handelt, ist ein genetischer Nachweis erforderlich. Das Gebiet steht „Unter Beobachtung“.

Im Bereich Ostenholz (LK Celle und LK Heidekreis) konnte im Monitoringjahr 2016/2017 Reproduktion nachgewiesen werden, jedoch ist derzeit unklar ob es sich hierbei um ein bereits bestehendes (Rudel Bergen) oder um ein neues Rudel handelt. Weiterhin wurden in diesem Gebiet im Oktober und November 2016 3 unterschiedliche Wolfsfähen mit unbekannter Herkunft genetisch nachgewiesen.

Im Bereich Bippen (LK Osnabrück) wurde ein Wolf anhand von Genetikproben an einem Damwildriss nachgewiesen. Es handelt sich dabei um ein weibliches Individuum, welches bereits Ende April 2016 im Kreis Wesel in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen wurde. Die Fähe wurde im Oktober 2016 erneut durch eine Genetikprobe an einem Wildtierrisses nachgewiesen. Das Tier kann keinem derzeit bekannten Rudel zugeordnet werden. Eine weitere Genetikprobe wird derzeit untersucht.

Seit Herbst 2016 gibt es wiederholt Nachweise von Wölfen durch Nutztierrisse und Fotofallenbilder im Gebiet Wendisch Evern (LK Uelzen und LK Lüneburg). Es konnten zwei Individuen unabhängig voneinander in diesem Gebiet genetisch nachgewiesen werden. Dabei handelt es sich um einen Rüden und eine Fähe was einen Hinweis darauf gibt, dass es sich hierbei um eine Paarbildung handeln könnte. Die Herkunft der beiden Individuen ist derzeit noch unklar. Weitere Untersuchungen sollen die Situation aufklären.

Im Bereich Osterholz-Scharmbeck (LK Osterholz) konnten im Januar 2017 zwei Wölfe auf einer Fotofalle nachgewiesen werden. Weitere Nachweise aus dem Januar bestätigen einen Wolf. Schon im Jahr 2015 und 2016 deuteten einzelne Nachweise auf ein Wolfsvorkommen hin.

Durch Fotofallenbilder im Dezember 2016 und Januar 2017 wurden im Bereich Bremervörde (LK Rotenburg-Wümme) mind. drei Wölfe nachgewiesen. Ob es sich hierbei um Mitglieder des Cuxhavener Rudels handelt ist unklar.

Weitere Informationen bzw. unklarer Status:

Für das Wolfsrudel auf dem Schießstand Rheinmetall (Informationen zum Rudel Rheinmetall hier...) konnte seit dem Monitoringjahr 2014/2015 keine Reproduktion mehr nachgewiesen werden. Da aber weiterhin adulte Einzeltiere auf dem Gebiet nachgewiesen wurden, wurde der Status dieses Rudels in „Unklar“ umgestuft.

Residenter Einzelwolf (Fähe) im Raum Eschede-Ost : Im Jahr 2015 konnte eine Fähe aus Ueckermünde vier Mal genetisch im Bereich Eschede-Ost (LK Celle und LK Uelzen) nachgewiesen werden. Des Weiteren belegten Fotofallenbilder die Anwesenheit eines Wolfes. Diese Fähe konnte im Jahr 2016 nicht mehr genetisch nachgewiesen werden.  Das letzte Fotofallenbild aus dem Dezember 2016 belegt weiterhin die Anwesenheit eines Wolfes in dieser Region. Ob es sich dabei um die bekannte Fähe oder um ein anderes Tier handelt, ist derzeit unklar. Das Territorium wurde in „Unklar“ herabgestuft.

Das Wolfspaar im Raum Fuhrberg und die territoriale Fähe in der Grafschaft Bentheim/Landkreis Emsland konnten nicht mehr nachgewiesen werden. Daher sind diese Bereich nicht mehr markiert.

Aktuelles

Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring:

Im Bereich Ebstorf, östlich vom Truppenübungsplatz Munster, wurde Ende Mai 2016 ein Wolfsrüde an einem Nutztierriss nachgewiesen. Er stammt aus dem im Landkreis Cuxhaven ansässigen Wolfsrudel. Der gleiche Rüde wurde Anfang Januar 2017 zusammen mit einer Fähe an einem Nutztierriss im gleichen Gebiet nachgewiesen. Gemäß den nationalen Monitoringstandards kann der Wolfsrüde als residenter Einzelwolf eingestuft werden. Weitere genetische Nachweise werden benötigt um zu klären, ob es sich bei den beiden Tieren um ein Wolfspaar handelt.
Der Rüde wurde im Jahr 2015 geboren und erstmals im Februar 2016 nachgewiesen. Im April 2016 konnte das Tier zweimal an Damwildrissen in der Gegend von Dierdorf in Rheinland-Pfalz nachgewiesen werden. Demnach hat dieser Rüde während seiner Dispersionsphase eine Distanz von mindestens 700km (Luftlinie) hinter sich gelegt. Die bestätigte Fähe wurde das erste Mal im Juli 2015 auf dem Schießplatz Rheinmetall nachgewiesen, sie blieb ziemlich standorttreu und wurde insgesamt 6-mal nachgewiesen.

Aktuell zwei Wölfe in der Region Diepholz-Oldenburg-Vechta

Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat am Dienstag darüber informiert, dass im Raum Diepholz-Oldenburg-Vechta im Zusammenhang mit einem Nutztierriss neben dem schon bekannten Tier ein weiterer Wolf genetisch nachgewiesen werden konnte. Das Senckenberg-Labor für Wildtiergenetik in Gelnhausen teilte mit, es handle sich um einen männlichen Wolf aus der Ueckermünder Heide in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2014 lebt in der Region Diepholz-Oldenburg-Vechta eine Wölfin.

Aktuelles aus dem Wolfsmonitoring:

Wölfe im Raum Visselhövede nachgewiesen
Fotofallenbilder belegen Präsenz von fünf Wölfen

Im Raum Visselhövede im Landkreis Rotenburg (Wümme) konnte nun mittels Fotofallenbildern die Präsenz von fünf Wölfen nachgewiesen werden. Der Nachweis gelang durch eine Serie von Bildern, die hintereinander fünf Wölfe aufgenommen haben.
„Wir gehen von einem neuen Rudel aus – es wäre aktuell das neunte in Niedersachsen“, so Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. Allerdings sei behördlicherseits unter Berücksichtigung der nationalen Monitoringstandards  noch ein eindeutiger genetischer Nachweis zu erbringen.
Die Landesjägerschaft Niedersachsen führt neben dem landesweiten, passiven Wolfsmonitoring
bei unklaren Situationen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wolfsberatern und den Jägern vor Ort auch aktive Monitoringmaßnahmen durch. In der Vergangenheit konnten mithilfe dieser aktiven Maßnahmen so bereits die Rudel im Raum Gartow, im LK Cuxhaven sowie bei Wietzendorf bestätigt werden
Der Nachweis der Wölfe im Raum Visselhövede gelang ebenfalls durch aktive Monitoringmaßnahmen der Landesjägerschaft: Nachdem es seit September in unregelmäßigen Abständen Hinweise gab, intensivierte die Landesjägerschaft daraufhin das Monitoring vor Ort – unter anderem über das Aufstellen von Fotofallen und verstärkte Beobachtungstätigkeiten der örtlichen Jäger in den vergangenen acht Wochen. Diese Monitoringmaßnahmen führten nun zu dem Nachweis von mindestens fünf Einzeltieren.
 


Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich  dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und den rund 100 Wolfsberatern
wahrnimmt. Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht, sollte seinen Fund dem örtlichen Wolfsberater oder der Landesjägerschaft Niedersachsen (wolf@ljn.de) melden.