Einspaltig plus Randspalte

Stand Februar 2016:
Für Niedersachsen können in folgenden Regionen Wölfe bestätigt werden:

a) territoriale Vorkommen:

         

        b) mögliche weitere Territorien:

        • Landkreis Heidekreis: Fotonachweise von zwei Wölfen auf den Flächen des Forstamtes Sellhorn aus Oktober 2015 und Januar 2016 lassen vermuten, dass sich in der Region ein ortstreues Wolfspaar etabliert. Gemäß SCALP-Kriterien und Monitoringstandards muss ein ortstreues Wolfspaar im Abstand von vier Wochen individuell bestätigt werden. Da dies bislang nicht der Fall ist, bleibt der Status des Wolfsvorkommens noch unklar.
        • Landkreis Rotenburg-Wümme: Fotos von zwei Wölfen aus Juli 2015 und Januar 2016 lassen ein territoriales Paar vermuten.
          Gemäß SCALP-Kriterien und Monitoringstandards muss ein ortstreues Wolfspaar im Abstand von vier Wochen individuell bestätigt werden. Da dies bislang nicht der Fall ist, bleibt der Status des Wolfsvorkommens noch unklar.

        Aktuelles

        Rätsel um den Wanderwolf gelöst
        Toter „Unfall-Wolf“ von der A7 ist identisch mit sogenanntem „Wander-Wolf“

        Das Rätsel um den Wanderwolf ist gelöst: Das am 15. April 2015 auf der A7 bei Berkhof tot aufgefundene Tier ist identisch mit dem sogenannten Wanderwolf, der Anfang März durch das westliche Niedersachsen und die Niederlande gezogen ist und dessen Spur sich Mitte April verlor. Das teilten am Donnerstag die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. und das Wolfsbüro Niedersachsen mit. Den vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) durchgeführten Untersuchungen zufolge war das Tier von einem LKW erfasst worden.
        Die DNA-Analyse des Kadavers durch das Senckenberg Institut brachte jetzt den Nachweis, dass es sich um einen männlichen Nachkommen des Munsteraner Rudels gehandelt hat. Diese Wölfe waren in den vergangenen Monaten häufig durch nahe Kontakte zwischen Mensch und Wolf sowie geringe Scheu vor Menschen aufgefallen. Zwei einjährige Jungwölfe tragen mittlerweile Halsbandsender, die die Standorte der Tiere regelmäßig melden. Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem Wolfsbüro im NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und den mehr als 100 Wolfsberatern wahrnimmt. Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht, sollte seinen Fund dem örtlichen Wolfsberater oder der Wolfsbeauftragten der Landesjägerschaft Dr. Britta Habbe (wolf@ljn.de) melden.

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        Zweiter Wolf besendert, 29.06.2015

        Am (gestrigen) Sonntag konnte ein zweiter Wolf aus dem Wolfsrudel Munster mit einem Sender versehen werden. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz mit. Die Jährlingswölfin habe sich in einem guten Gesundheitszustand befunden.

        Mit der Besenderung können Aufenthaltsorte und Laufwege des Rudels noch besser identifiziert werden. So wird eine zuverlässigere Überwachung gewährleistet.

        Die Sender liefern den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), des Umweltministeriums, der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) und des Lupus Instituts wichtige Daten zum Verhalten der Tiere.

        Das Wolfsrudel in Munster ist in den vergangenen Monaten durch häufigere Nahkontakte zu Menschen aufgefallen. Das Umweltministerium hat daher gemeinsam mit der LJN die Überwachung intensiviert.

        Quelle: Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz   

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        Erster Wolf in Niedersachsen besendert

        Der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel hat darüber informiert, dass es mit der intensiveren Überwachung des Munsteraner Rudels gestern erstmals gelungen ist, einen Wolf mit einem Sender zu versehen. Am frühen Morgen wurde ein männlicher Jährling im Bereich des Truppenübungsplatzes Munster immobilisiert und per Halsband „besendert". Wenzel bezeichnete die Aktion als „wichtigen Schritt zur besseren Kontrolle". „Der Sender informiert unsere Experten in regelmäßigen Abständen darüber, wo sich der Wolf aufhält. Dadurch können dem besenderten Tier Abläufe und Verhaltensweisen zugeordnet werden", sagte der Minister. „Die Besenderung hilft uns, bei einem möglicherweise auffälligen Verhalten schneller mit geeigneten Vergrämungsmaßnahmen zu reagieren." Der Zweck soll es sein, die Wölfe auf Abstand zum Menschen zu halten.

        Das Wolfsrudel in Munster ist in den vergangenen Wochen durch häufigere Nahkontakte zu Menschen aufgefallen. Das Umweltministerium hat seitdem gemeinsam mit der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) die Überwachung intensiviert. Dazu werden von einer Mitarbeiterin des LJN alle Wolfsbegegnungen in der Umgebung nachbereitet und dokumentiert; außerdem versucht die Mitarbeiterin aktiv, häufige Aufenthaltsorte des Rudels und häufig belaufende Routen zu identifizieren. Auf der Basis der so gewonnenen Erkenntnisse soll versucht werden, möglichst viele Mitglieder des Rudels zu identifizieren und mit GPS-Halsbandsendern zu versehen. Die Sender liefern den Experten des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), des Umweltministeriums, der LJN und des Wolfsbüros Lupus wichtige Daten.

        Quelle: Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz