Zweispaltig plus Randspalte

Die Landesjägerschaft Niedersachsen beteiligt sich aktiv am Wolfsmonitoring und bittet Hinweise auf Wolfsvorkommen im eigenen Revier an die zuständige Mitarbeiterin (hier) zu melden. Wolfsspuren müssen nach wissenschaftlichen Standards dokumentiert und evaluiert werden, um für das Monitoring brauchbar zu sein. Neben dem Monitoring bestehen im Zusammenhang mit dem Wolf weitere Forschungsprojekte:

Schalenwildmonitoring
In Kooperation mit dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover wird neben der wissenschaftlichen Dokumentation des Wolfsvorkommens an einem Schalenwildmonitoring gearbeitet, in Zuge dessen die potenziellen Beutetiere des Wolfes untersucht werden. Zahlen und Verhalten des Wildes sollen erfasst werden um im weiteren Verlauf der Rückkehr des Wolfes neben weiteren Faktoren (Erholungs- und Nutzungsfunktion des Waldes) auch Basisdaten zum Einfluss des Wolfes auf die Schalenwildpopulation zu erhalten. Das ITAW wird verschiedene Erfassungs- und Beobachtungsmethoden einsetzen, die zusammen mit kundigen Personen vor Ort (Förster, Jäger) durchgeführt werden und regelmäßig die Erhebungen evaluieren.

Alle Aufgaben werden in enger Zusammenarbeit mit den Nds. Landesforsten und privaten Revierinhabern durchgeführt.

Interessierte können beim ITAW weitere Informationen erhalten.

Wolf und Mensch

Im Bereich des Wildtiermanagements wird nicht nur die betroffene Tierart in den Fokus genommen, sondern auch immer mehr darauf geachtet, mit beteiligten Interessensgruppen konstruktiv zusammenzuarbeiten. So können potentielle Konfliktfelder zwischen Mensch und Tier frühzeitig erkannt und bearbeitet werden. Wichtig ist es hierbei, Ursachen für Einstellungen und Meinungen der beteiligten Gruppen zu ergründen (Abb. 1), um im Management akzeptierte Entscheidungen treffen zu können. Methoden der qualitativen und quantitativen Sozialforschung wie Befragungen und Interviews stellen hierfür geeignete Instrumente da.

Als wissenschaftliche Begleitforschung des Wolfsmanagements in Niedersachsen ist eine vierstufige Studie geplant, um das Meinungsbild der Jägerschaft Niedersachsens zum Wolf zu erfassen (Abb. 2). Zur Zeit wird anhand von Interviews ein erster Einblick in das Meinungsbild gewonnen. Detailliertere Eindrücke werden aus Gruppendiskussionen zwischen mehreren Jägern erhofft. Die Erkenntnisse aus diesen relativ kleinen Stichproben der beiden qualitativen Methoden sollen die Basis für die Entwicklung eines Fragebogens bilden, der an alle Mitglieder der Landesjägerschaft Niedersachsen ausgegeben werden wird. Daraus werden repräsentative Aussagen zum Meinungsbild der Jäger erwartet. Um Veränderungen festzustellen, soll die Abfrage nach einigen Jahre erneut durchgeführt werden.

Projekt "Schalenwildtelemetrie im Wolfsgebiet der Oberlausitz"

Broschüre der Untersuchung zum Schalenwild im Wolfsgebiet (TU Dresden- AG Wildtierforschung) steht nun im Download zur Verfügung.

Die Untersuchung wurde in den Jahren 2007-2010 von Herrn Mark Nitze durchgeführt.

Das Projekt wurde gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft – mit Mitteln der Jagdabgabe, den Deutschen Jagdverband e.V. in Kooperation mit dem Sächsischen Landesjagdverband e.V., die T-Mobile Deutschland GmbH und die Vattenfall Europe AG.

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