Biologie
Nordamerikanischer Besucher Die ursprüngliche Heimat dieser Gans ist Nordamerika. Die Kanadagans ist die weltweit am häufigsten vorkommende Gans. In Nordamerika weiß man, wenn die Kanadagänse ziehen, dass dann ein Wechsel der Jahreszeiten bevorsteht. In Europa verbreitete sich die Kanadagans erst um die Mitte des 20. Jahrhunderts durch entflohene Gänse aus der Ziergeflügelhaltung oder durch gezielte Auswilderungen. Wie alle Gänse der Gattung Meergänse... Weiterlesen |
Verbreitung in Niedersachsen |
Einbürgerung in EuropaSowohl in Europa, als auch in Neuseeland sind Kanadagänse mittlerweile als Brutvögel fest etabliert. In beiden Regionen haben sie sich als unproblematische Neozoen erwiesen. Interessanterweise fällt der starke Populationsanstieg von Kanadagänsen mit erfolgreichen Wiedereinbürgerungen und der Bestandserholung der Graugans zusammen. Zwischen den beiden Arten gibt es eine Reihe wichtiger Unterschiede in den Umweltansprüchen, so dass sie sich parallel keine Konkurrenz im Lebensraum machen. Auf Grund des langen Halses können Kanadagänse noch in Gewässertiefen gründeln, die der Graugans nicht zugänglich sind. Die Graugans bevorzugt außerdem für ihre Brutreviere Habitate mit etwas höherer Vegetation als die Kanadagans. Tendenziell tolleriert die Kanadagans die Nähe des Menschen stärker als die Graugans und ist so eher an Parkgewässern und Seen mit starker Freizeitnutzung durch den Menschen zu finden. In Regionen mit einer hohen Bestandsdichte an Gänsen ist die Nistplatzkonkurrenz zwischen den beiden Arten allerdings hoch. Dort kommt es auch zu Hybriden zwischen Graugans und Kanadagans. Die genetischen Unterschiede der zu unterschiedlichen Gattungen gehörenden Gänse sind allerdings so groß, dass diese Kreuzungen unfruchtbar sind.
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